Verfasst am 07.03.2010 18:03:08 Uhr (Raum) gepflegte Langeweile Wochenende und keine Party. Also schon die Möglichkeit, aber einfach keine Lust und mal gucken, was man sonst noch mit sich anfangen kann, wenn man am Samstag nicht um sieben ins Bett sondern um acht, mal aufstehen. Hatte ich zwar schon mal, aber das Ereignis, dürfte auch schon fast in die Pubertät kommen.
Also den typischen Freitag, einfach mal bleiben lassen und das Wochenende mal dafür nutzen, was man sonst nicht schafft. Man hat ja Zeit, viel Zeit, wirklich sehr viel Zeit.
Es war wohl so gegen irgendwann mitten am Tag, als mir klar wurde, was Langweile wirklich heißt. Nicht etwa längere Zeit, auf etwas zu warten. Nein, das geht ja noch. Längere Zeit auf nichts warten, das ist die Hölle. Einfach nur die Zeit haben und gucken, wie sie an einem vorbei schleicht und blöde grinst. Das, geht mal gar nicht.
Da ich aber nicht auf den Kopf gefallen bin, kam mir die Idee von weiter oben im Text, wieder in den Sinn und ich machte mich mal an die Aufgaben, die ich sonst gerne liegen lasse. Da ich weder Material noch Lust zum Kind zeugen, Haus bauen oder Baum pflanzen hatte, musste ich erst mal kreativ werden. Dazu, erkundete ich mal meine Wohnung, auf der Suche nach Quellen des Unerledigten und auch wenn 34 qm nicht groß sind und eine Einraumwohnung, nach zehn Jahren, eigentlich keine Geheimnisse, mehr haben sollte, wurde ich fündig.
Hinter der Heizung. Meine Güte, was sich da alles ansammeln kann. Das war schon überraschend. Staub. Staub in Flusen. Staub in Weben. Staub in Knäulen. Staub in hochentwickelten Völkern, die den Temperaturregler verehren. Also Staub in Hülle und Fülle und ich hatte keine Ahnung. Erzürnt über meine Unwissenheit, von dem was sich da hinter meiner Wärmequelle abspielte, machte ich natürlich kurzen Prozess und saugt alles weg, was sich nicht verstecken konnte. Das war toll. Endlich wieder eine Heizung, die man auch vorzeigen kann. Weiß nur noch nicht, wie ich meinen Besuch da drauf aufmerksam machen soll, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Aber egal, weiter im Text, es war ja noch Wochenende. Und ich weiter auf der Suche, nach sinnvollen Aktivitäten. Ich schlendere also weiter durch meine vier Wände, als mir die Spüle in der Küche, ins Auge sticht. Die, hatte farblich noch keine weiteren Spuren zu verzeichnen und war somit, bisher unter meinem Radar geflogen, aber die Oberfläche, war ja doch nicht so wie ich sie in Erinnerung hatte.
Sie war rau. Obwohl eigentlich als glatt entworfen, konnte ich davon nichts mehr spüren und ging der Sache auf den Grund. Und was soll ich sagen. Auch eine Spüle, die ich ja eigentlich zu den Reinigungsmitteln zähle, kann schmutzig werden. Genervt vom schon wieder putzen, aber froh über einen Zeitvertreib, machte ich mich also auch an diese Aufgabe und holte mir meinen neuen Superschwamm und so ein Zeug in der Sprühflasche um auch die nötige Professionalität, an den Tag zu legen.
Nach fünfzehn Minuten wildem schrubben konnte ich auf ein glänzendes Spülbecken gucken und mit stolzgeschwellter Brust, vom Felde ziehen. Ganz ohne Verluste, ging es leider nicht, da der Superschwamm, es nicht geschafft hat, aber ich fühle mich trotzdem als Sieger.
Den Rest vom Wochenende, habe ich dann mit Keksen, Serien gucken und kochen verbracht. Wobei es beim Kochen, ein unentschieden gab, da der Samstag ganz klar zu meinen Gunsten ausging, der Sonntag jedoch nur wegen dem eigenen Stolz und dem Hunger, seinen Weg in den Magen fand und ein viel zu großer Rest, immer noch in der Küche auf Endlagerung wartet.
Nun gut, das Wochenende, ist ja nun auch fast vorbei und die Woche kann kommen, doch eines wissen wir alle. Die nächsten zwei freien Tage, kommen bestimmt.
Verfasst am 03.03.2010 17:10:05 Uhr Zeiten, ändern sich Also eigentlich, ist das ja Quatsch. Zeiten ändern sich ja nicht. Was früher früh um neun war, ist auch heute noch früh um neun, nur eben, der Wecker macht jetzt nicht mehr „RingRing“ sondern schmeißt dir in 5Punktwasweißich digital, deine IPod-Wunschliste in den Raum und kocht auch schon mal Kaffee. Oder so ähnlich.
Ich bin ja nun kein Technikfreak und als reaktionärer Muffel, der erst mal jeden Zusatzknopf, ablehnt, würde ich mich auch nicht sehen. Gut, als die MP3 in die Ohren der Welt strömte, habe ich noch mit dem Discman gespielt und das Internet, für mich auch nur eine neckische Spielerei ohne Zukunft. Man lernt ja nicht aus. Aber trotzdem, muss man den jeden Kram neu erfinden. Und damit, meine ich jetzt nicht die Handys, mit Fummelbildschirm oder die BlueRay die dir jetzt noch mehr in den Film quatschen kann, wenn du es nicht brauchst.
Nein, ich meine eine ganz eklige Sache, die mal so richtig gegen die Natur ist und die es einfach nicht geben sollte.
Microfaserbettwäsche mit Reißverschluss. Wer hat sich denn das ausgedacht. Schon beim ersten Mal, als ich diese Grausamkeit an der Schönheit der Schöpfung, im Katalog gesehen habe, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Ein Reißverschluss, in meinem Bett. Dieses kalte Ding aus Stahl, soll sich mit mir die Nestwärme teilen. Ich konnte es nicht glauben und wie immer, wenn man sich dem neuen, ungläubig entgegenstellt, sagt dir jeder, wie toll das ist. Weil, viel leichter zu handhaben und total bequem. Ja klar, die alte Bettwäsche, aus Baumwolle, ist ja dafür bekannt, dass sie zu den umständlichsten Geräten, überhaupt gehört und wenn man nicht beim Umgang mit ihr, verzweifelt den Weg durch das Fenster gesucht hat, hat man sich wenigstens total wund gescheuert.
Irgendwann, kommt aber der Tag, an dem man sich seinen Dämonen stellen muss und der rücke mir schon bald auf die Pelle.
Meine Bettwäsche, zeigte Ermüdungserscheinungen und löste sich langsam aber sicher auf und als hätte das Böse, seine Finger im Spiel, gab es auch noch Mikrofaser mit Reißverschluss, im Angebot. Ich war geschlagen. Ich also los und zwei ganz flotte Designs eingekauft, die mich in den Schlaf kuscheln sollten.
Der erste Eindruck, war schon mal seltsam. Mikrofaser, fasst sich ja total seltsam an. Wie gehäkeltes Latex oder so. Aber gut, ich bin ja nicht so. Das mit dem Reißverschluss, fand ich dann auch nicht so schlecht, obwohl ich das für meine Evolution, nicht brauche. Als dann noch das Spannbettlaken, seinen Platz eingenommen hatte, sah ich mich doch wieder ein Stück weit, der modernen Welt angepasst und konnte mich und meine Bettwäsche ZweiPunktNull, in das Land der Träume schicken. Bis ich dann doch noch einen Fehler zu spüren bekam.
Die Decke, die sich ja in der Bettwäsche befindet, soll bei mir immer akkurat sitzen. Ich will da keinen Deckenhaufen unten und oben nur den Bezug in der Hand oder andersrum. Die beiden, sind ja so gebaut, dass sie zueinander passen und das, kann ich ja auch verlangen. Aber, nicht mit Mikrofaser. Das Zeug, ist ja einfach nur glatt und da, hat Decke einfach keinen Halt. Die, rutschte die ganze Nacht in dem Bezug hin und her, wie ein gefangener Wolf in einem Tetrapack. So ein Kram. Wie soll denn der müde Mensch da vernünftig schlafen.
Naja, hatte ich mal wieder Recht. Man muss nicht alles neu machen, einfach nur mit Reißverschluss, hätte auch gereicht. Der fliegt nämlich nicht Stück für Stück ab und macht Löcher, an das Fußende.
Verfasst am 18.02.2010 17:41:03 Uhr Clementinensaft, frisch gepresst Es kommt ja schon mal vor, dass meine gesunde Seite mit zum Einkaufen kommt und dabei, landet schon mal Obst im Einkaufswagen. Wenn ich dann wieder zu Hause bin, kann ich selber sehen, wie ich damit klar komme und lagere den Kram dann erst mal in einer Schale zwischen, bis mein Drang nach Vitaminen dann wieder das Ruder übernimmt und ich mich an die Obstschale schleife um mir was davon zu gönnen.
Gönnen, wollte ich mir diesmal eine kleine leckere Clementine. Problem nur, die Verpackung.
Mutter Natur, ist ja ein Fuchs, da kann man nichts gegen sagen. Alles Mögliche, was man so futtern, in der freien Wildbahn finden kann, hat eine eigene Schutzhülle. Das Ei, hat seine Schale, genauso wie der Apfel und das Wildschwein, nur, heißt das bei dem anders. Da Clementine, ein Teil dieser Natur ist, hat auch die, eine Schale und diese Schale, machte ihre Sache gut. Ich konnte machen was ich wollte, kratzen beißen oder schimpfen. Es half nichts. Kein Puhlen und Wühlen, brachte mich weiter und das, was ich da wollte, die Frucht, war für mich in weite Ferne gerückt. Der Homo Sapiens, hatte gegen die Citrus aurantium verloren. Es war echt schlecht.
Ich, als Endverbraucher, war enttäuscht und schaute verzweifelt auf meinen Vorrat an Südfrüchten, der ja nun nicht zu bewältigen war. Den Tränen nah, viel dann aber mein Blick, auf meine Saftpresse und ich war gerettet. Messer raus, da angesetzt, wo wir den Bauchnabel haben und gedrückt, was das Zeug hält. Kann man nichts machen. Wer (sich) nicht auspackt, muss mit Druck rechnen und wird dann ausgequetscht. Ich kam mir vor, wie in einem schlechten Gangsterfilm und hatte ein Gefühl der Befriedigung, als sich die kleinen leeren Obsthüllen, neben mir stapelten.
Der Mensch, hatte wieder einmal gewonnen. Mit dem kalten Stahl in der Hand, habe ich der Natur gezeigt, wer hier wen im Supermarkt zu kaufen bekommt und zur Belohnung, nahm ich voller Stolz, meinen Siegerschluck, frisch gepressten Clementinensaft und es war sauer.
Boah, da hat`s mir die Unterkiefer bis zu den Nasenflügeln gezerrt. Wie Zitrone kauen und mit Essig runterspülen. Bestimmt gesund, aber einfach nicht so mein Ding. Natürlich, hab ich alles ausgetrunken, weil ich sonst doch noch eine Niederlage, hätte eingestehen müssen und das, geht ja nun gar nicht.
Obwohl, wenn ich meine Küche jetzt sehe, ist es wohl doch nur ein Unentschieden.
Verfasst am 04.02.2010 19:40:09 Uhr 100 Tage Gelb und Schwarz, ich hätte es fast nicht gemerkt Donnerlittchen, was war da doch los. Keiner geht zur Wahl und Keiner wählt dann einfach mal was ganz anderes und zum auf einmal gibt’s eine Regierung, die Gelb und Schwarz ist und damit, kann dann auch keiner was anfangen. Da macht die Merkel, wieder auf Bundeskanzlerin und der kleine Guido, tanzt ihr vor der Nase rum. Da wird der auch gleich aus dem Land geworfen und einfach mal Außenminister genannt. Hat nur nicht ganz geklappt. Unvergessen, sein Boykott, gegen Englisch als Weltsprache. Was haben wir gelacht. Außer der Herr Oettinger, dem hat das Englisch von Westerwave, ganz gut gefallen.
Aber gut, 100 Tage sind rum und ich habe keine Ahnung, was die Knallkörper in der Zeit, eigentlich gemacht haben und was davon, wirklich wichtig war. Ich aber, weiß noch ein bisschen, von dem was ich getan, erlebt und gehabt habe, von den letzten 100 Tagen. Und hier, eine kleine nicht chronologische Liste, von Dingen, die mir viel wichtiger waren, als das was der Guido und die Angela, da gemacht haben.
MS Office 2007 auf den Rechner gepackt. Es ist bunt und neu und es verwirrt mich.
Tocotronic bringen ein neues Album raus. Ich versage mir eine Erwartungshaltung und werde nicht enttäuscht.
Ich esse das erste Mal Früchtebrot. Ich gestatte mir eine Erwartungshaltung und werde wieder nicht enttäuscht. Es ist einfach furchtbar.
Ich feier Silvester, in einer Gegend, wo auch der Yeti feiert. Reinhold Meßner nicht.
Ich kaufe einen neuen Tisch. Er ist nicht praktisch, aber ich mag ihn.
Ich fange was Neues an. Und ich bin noch lange nicht fertig.
Ich lasse meine Haare wachsen. Kann aber nicht sagen, ob es an meiner Stimmung oder am Wetter liegt.
Ich, lese nicht ein Buch zu Ende, obwohl da noch ganz viele im Schrank warten.
Ich nehme ab und zu.
Ich bekomme neue Wasserhähne und fühle mich wie nach einer technischen Revolution. Nur noch ein Hebel, für zwei Temperaturen. Ich fühle das Millennium.
Schottland, zeigt mir seine musikalische Seite und die ist eine ganz tolle. Texte die man sich auf das Federmäppchen schreiben will, wenn man noch eins hätte.
Ich stehe früher auf, als ich muss. Das, find ich gut von mir.
So, keine Lust mehr. Das sind also Sachen, die mich von der Politik abgehalten haben und nun, bin ich wohl einer von denen, die als Politikverdrossen in die Welt hinaus gehen. Schon schlimm das. Kann ich aber auch nix machen. Denn eines, hab ich ganz vergessen. Ich kann kein Fernsehen gucken und, wer hat da schon Zeit für Politik.
Verfasst am 20.01.2010 18:22:39 Uhr Neues Jahr, stimmt da war doch was Was war das schön, der Kalender, hatte gerade wieder Geburtstag und war dann ein Jahr älter. Und jeder der als bekannt, eingerückt werden kann, kam dir erstmal mit der gleichen Leier, von wegen „Gesundes neues Jahr, wünsch ich dir“ und man ist ja nicht so und brüllt das auch gleich zurück. Ist ja auch toll, denn wenn das Jahr gesund ist, freut sich der Mensch. Jetzt, ist das Gute, schon drei Wochen alt und schon gar kein Thema mehr. Wozu auch, gibt ja den Schnee, zum drüber reden.
Und heute Morgen, geht es auch gleich weiter. Mit einem neuen Tag, von dem fast neuen Jahr. Die Augen, werden nur unter Protest hinter den Lidern hervor gezerrt und ich bin zwar nicht zum ersten mal wach heute, doch jetzt erst in der Stimmung, das auch an meinen Körper weiter zu geben.
Der Blick auf die Uhr, ist zwar nur eine Tat aus Höfflichkeit, entsetzt mich aber doch, weil der Tag sich schon wieder mächtig an mir vorbei geschlichen hat und ich gleich mal schlechte Laune kriegen will. Der Blick aus dem Fenster, bringt mir auch keine Besserung, weil das draußen, jemand seine Wolken, hat liegen lassen und die jetzt die Sicht versperren.
Frühstück, gibt’s aus der Mikrowelle, weil Pancakes so gehen und Cappuccino macht mich ein wenig mehr Mensch.
Schnee gucken, wenn er frisch ist, ach Spaß. Durch Schnee Hüpfen, wenn er frisch ist, macht auch Spaß. Alter Schnee, guckt sich doof und laufen tut man wie auf Sülze oder so ähnlich. Irgendwann, komme ich zwar an wo ich hin wollte, aber da hält es mich nicht lange. Ich will mal wieder raus und tobe in Richtung Wald um den Fotoapparat zu schwingen. Das ist dann gar nicht so kalt und wie das aussieht, wenn ich die Fotos angucke, weiß ich später.
Beim durch die Pampa gehen, sehe ich auch noch ein Reh. Das ist aber eher ein Ferkel, weil ich überall, gelben Schnee verteilt sehe, der zu viel ist für den gewöhnlichen Hund. Diese Flecken, wecken den Eindruck, als würden die Teenagerrehe, in der Gruppe, zusammen stehen und rauchen, Bier trinken und eben dahin pinkeln. Bierdosen, finde ich aber nicht.
Zum Mittag, gibt es Schnitzel. Eigentlich zwei Schnitzel. Das, ist aber nicht weiter wichtig.
Der Rest vom Tag bis jetzt, wird dann noch mit Bildern und Schreiben verbracht und der Überlegung, mal wieder einen Blog zu schreiben. Die Überlegung, ist positiv ausgefallen.
Aber gut, die Ideen vom Tag, gehen jetzt auch aus und ich vertiefe mich schon mal in die Überlegung, was mir das Abendrot, gutes tun kann. Dann, werde ich mal gucken, wie gemütlich meine Wanne werden kann und den Tag einfach mal mit Nichts beenden und einfach mal hoffen, dass Morgen die Wolken abgeholt werden damit noch mal was von der Sonne zu sehen ist.
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